Montag
Hm, ich habe zwar den Wecker bereits aufs Zuspätklingeln getrimmt allerdings fühlt es sich trotzdem wie ein Faustschlag an. Mist! Ich quäle mich aus dem Bett, schaffe es...
sogar noch mich zu duschen, zu schminken und anzuziehen jedoch alles unter extremer Anstrengung. Die Augen sind geschwollen, die Beine wie Blei und das Herz pumpt schwer. Keine Chance, led dich wieder hin. Während dessen ich versuche einzuschlafen, überleg ich mir eine Ausrede für Donna. Jammern kann ich nicht schon wieder. Ah, ich hab's: am Telefon erzähl ich ihr, ich hätte auf der Wrap Party eine Modedesignerin kennengelernt, die mich für heute in ihr Atelier eingeladen hat. "Yeah sure, just go for it" - Ich hab echt nen spitzen Praktikumsplatz abgegriffen ;o)! Das Handy gleitet mir vom Ohr neben das Kopfkissen, in welchem mein Kopf halb vergraben liegt. Bis 14.00 Uhr roll ich mich im Bett herum. Es ist unheimlich schwül im Zimmer und ich habe Probleme richtig abzuschalten. Am meisten macht mir mein Herzschlag zu schaffen: schwer, langsam und unregelmäßig. Ich kenne das von früher, als ich noch Panikattacken hatte. Es ist das Vorstadium doch ich kann mich runterbringen, mehrere Male an diesem Tag. Der gestrige Tag mit seinen zwei Extremen hat mich einfach zuviel Kraft gekostet, körperlich als auch seelisch. Ich nehm mir mein Mittagessen mit aufs Zimmer, verteile alles nötige im Bett um mich herum und starte meinen mehrstündigen Blogmarathon. Arrrr, tut das jetzt gut! Bis zum Abendessen sitze ich im Schlafanzug in meinem Bett, das Rollo ganz unten und tippe mir Alles von der Seele. Siehe da, es hilft. Beim Abendessen mit den Anderen, die sich begeistert meine Nicolas Cage Story anhören, ist mein Adrenalinspiegel bereits wieder auf Normalniveau und meine Laune auch nicht mehr so übel. Im Gegenteil - irgendwo von ganz da unten kitzelt sich Euphorie den Weg an die Oberfläche. Ich versuche mich die nächsten Tage am American Way of Thinking zu probieren. Eine Sache, die mir auf Arbeit schon oft aufgefallen ist: Man ist nicht traurig sich verabschieden zu müssen, es ist vielmehr so, dass man sich freut gemeinsam gearbeitet zu haben und nun eine neue Herausforderung vor der Tür steht. Alle sind so unheimlich positiv, obwohl einige nicht wissen wie, wann und wo es für sie weitergehen wird. Der nächste Job kommt bestimmt bald, keine Frage.
Hm, fühlt sich ganz gut an.
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