Samstag, 20. Juni 2009

Was? Jetzt aufs Klo - nee!

Auf den Reverend warten wir vergebens - es kommt nämlich eine Frau in das Konferenzimmer in der CDS Zentrale. Aber dazu gleich.
Vorher war ich ganz in der Nähe und zwar in dem...
Kostümverleih, in dem ich mit Hans neulich schon war. Dieses mal hatte ich etwas mehr Zeit, habe aber gerade mal 3 Kleiderstangen geschafft mit Umziehen und Komplimente für mein eigenes Top entgegen nehmen ;o). Hab dann sogar eine nette Jeans gefunden. Eine alte Levis, die kurz über den Knie angeschnitten ist für läppische 5$ - super. Bald muss ich wieder hin für die restlichen Sachen und ganz besonders wegen der Schuhe ;o)
In der CDS Zentrale stehen wie immer Kekse und Zuckersaft bereit. Kurz nach 13.30 gehts los, Frau Rev. Dr. Cari Jackson ist klein, schwarz und trägt ewig lange Rastahaare, dazu allerlei Schmuck. Sie beginnt zu erzählen wie sich die Religionen seit Beginn der Besiedlung Amerikas entwickelt haben und wie sich das heute äußert. Auch hier kommt der Entertainmentfaktor nicht zu kurz, mal ganz abgesehen von ihrer wahnsinns Ausstrahlung. Im Laufe des Seminars erfahren wir dann auch das sie lesbisch ist und die Kirche, die sie vor gerade Mal 2 Wochen als Pastorin angestellt habe schon etwas nervös deswegen sei. Aber angesichts ihres eindrucksvollen Auftretens braucht sich da keiner Gedanken machen.
Nach dem Seminar gehe ich mit einigen anderen Teilnehmern ins Moma, das Museum of Modern Art. Immer Freitags hat man dort freien Eintritt und die Schlange vor dem Eingang ist nicht so lang wie man uns gesagt hatte. Also rein da. Das Museum ist sehr modern, extrem gut besucht und die Klimaanlage allgegenwärtig. Wir teilen uns in kleine Grüppchen auf und machen uns auf den Weg. Lange bleibe ich nicht dort. Zu klein und kurz angerissen sind die einzelnen Austellungen und die Klimaanlage bringt mich um den Verstand - eiskalt! Durch die Leute drängle ich mich nach Hause und hau mich nochmal aufs Ohr.
Am Abend ist nämlich ein gemeinsamer Clubbesuch geplant. Ich hatte schon einige Tage zuvor vorgeschlagen in die Webster Hall zu gehen. Alles was ich bis dahin wusste, dass es sich um einen sehr bekannten und gut besuchten Club handelt, auf mehreren Ebenen und DJ sollte kein geringerer als Steve Aoki sein. Noch kurz vorher haben wir uns alle einen Coupon ausgedruckt um für 1$ reinzukommen, anstelle für satte 25$. Da kanns auch schon losgehen zur U-Bahn. Siehe da, es klappt tatsächlich, zu siebzehnt betreten wir ein altes Opernhaus, alle für nur 1$. Die Ausstattung wurde originalgetreu belassen, nur Inventar, Licht und Sound sind neu und qualitativ vom Feinsten. Ich bin beeindruckt, vorallem als ich auf den Mainfloor komme. Der war früher der Konzertsaal, ein Rang schlängelt sich die extrem hohe Wand entlang. Alles ist in Weinrot und Mahagoni gehalten. Goldener Kronleuchter funkeln von der Decke herab, eine riesige Diskokugel bildet den Mittelpunkt, der irrsinnigen Lichtanlage. Der rote Vorhang hängt majestätsich hinter der DJ Pult. Die Tanzfläche ist verhältnismäßig klein, da auf ihr noch Sofas und Tische stehen, was die Leute später aber nicht mehr stören wird ;o). Es ist noch nicht sehr viel los, schon am Anfang verliere ich den Großteil meiner Anhängerschaft an den Hip Hop und R&B floor, dafür treffe ich auf Erica. Sie fragt mich ob ich allein da wäre, worauf ich entgegne dass eigentlich noch 16 andere zu meiner Entourage gehören und so kommen wir ins Gespräch. Sie ist quirlig, super schlank, trägt kurze Jeans, ein bauchfreies Top und ein geflochtenes Band mit Feder um den Kopf. Außerdem geht sie ab wie Schmitz Katze. Spätestens an dem Punkt als wir uns entschließen, die Bühne zu stürmen um dort oben richtig Party zu machen, ist klar dass wir den Laden gemeinsam verlassen werden. Dort oben gehts richtig ab und als dann Steve Aoki hinters Pult tritt, gibts für uns kein Halten mehr. Später wird es Leute geben, die auf uns zukommen und Dinge sagen wie: geile Dancemoves, total krasse Performance, ihr zwei wart der Hammer, als ich euch gesehen hab, wars noch viel cooler,ihr habt so richtig Stimmung gemacht ....


Mehrere Male springt Steve Aoki auf den Tisch seines Pults und die Massen flippen aus, der ganze Saal tanzt und springt. Es wird gepfiffen, gegröhlt und geschrien - irre. Das ist eine dieser Partys wo du dir denkst: Was? Jetzt aufs Klo - nee! Da verpasst du ja mindestens 2 Lieder! Und das alles auch noch in New York City... durch das zusätzliche Endorphin in meinem Blut bekommt mein Adrenalinspiegel einen irren Schub.


Das Publikum in den Laden ist sehr gemischt, da es noch einen Alternative Floor und sogar einen Salsafloor gibt, aber irgend feiert dort alles im Einklang... naja, um ehrlich zu sein, ich hab den Mainfloor 3 Stunden nicht verlassen, aber trotzdem schöne Atmosphäre auf dem Weg zum Rauchen ;o). Kurz vor 3 kommt dann Helen auf mich zu und meint, dass der Großteil schon weg wär und sie jetzt auch geht - nun gut, Erica und ich wollen uns sowieso gerade um die Aftershowparty kümmern. Aber nix da, mehrere Leute fragen wir aber nur Schulterzucken und Kopfgeschütteln. Hier macht nun mal alles zwischen 4 und 5 dicht und sowas wie ne Afterhour gibts nur in kleinen privaten Kreisen. Na toll! Erica kanns auch nicht fassen, sie kommt frisch aus Miami und dort laufen die Dinge wohl ähnlich wie in Thüringen, wenns um Zeiten geht. Tja, müssen wir halt heim. Die anderen stehen noch an der U-Bahn und haben gewartet. Gemeinsam fahren wir heim und ich genehmige mir noch ein Ei Sandwich - oder so. Die machen da Rührei mit Käse zwischen 2 Toastscheiben und grillen das dann nochmal. Für 2$ das perfekte PostPartyFood.
Heute Abend geich nochmal - yeähr!

1 Kommentar:

  1. Hallo, mein Schnorps - hoffe du hast heut wieder so'n tollen abend?
    knutsch u
    mom

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