Donnerstag, 11. Juni 2009

Oh, thats geradey aus änd lienks

Zum Frühstück habe ich mittlerweile ganz gut bei 3,50$ eingependelt. Aber nur weil ich mir Brot, Cornflakes und Tee selber mitbringe. Die 4$ für ein tägliches...
Frühstück im I-House, die uns CDS schon auf die Chipkarte geladen hat reichen nie und nimmer für etwas Nahrhaftes. Zu teuer sind die Sachen an der Theke, ob nun fettig oder gesund. Obwohl die Kantine sehr gepflegt ist, läuft mir heute tatsächlich eine kleine Maus im Speiseraum über den Weg.
Draußen ist es mal wieder diesig und es nieselt. Überpünktlich trudel ich bei Rosi ein und soll mit Jamie Stoffe sortieren und Knöpfe annähen.
Gegen 11 fahren wir beide in ein Theater um Kostüme zum Ändern abzuholen. Diese sollen innerhalb von 2 Stunden fertig gemacht werden und alleralleraller spätestens 14.30 wieder da sein, weil die Vorstellung 15.00 beginnt. Wir eilen zurück und im Atelier packen alle mit an. Jeder trennt, schnibbelt und näht so schnell er kann. Dazwischen springt Rosi herum und ruft immer wieder: Schneller Leute, schneller. Hektik liegt in der Luft. Schließlich wird es 14.15 und es ist nicht mehr zu schaffen. Rosi schickt Jamie und mich per Taxi mit den riesigen Kleidersäcken zum Theater um dort noch die letzten Haken und Ösen anzunähen. Dort erwartet man uns schon und im Keller neben den Künstlerkabinen quetschen wir uns in eine kleine Nähkabine und erledigen die letzten Details im Stehen - well, that's New York!
Wir kommen zurück und dürfen uns endlich unser Mittagessen holen. Der freie Tag für morgen ist gestrichen, weil noch ein Auftrag reinkam.
Dafür komme ich endlich dazu Bilder vom Atelier zu machen. Eines von Rosi habe ich bereits in einem meiner ersten Posts hochgeladen.








Dann ist ein After Work Treffen mit einigen Teilnehmern angesetzt. Nachdem ich mich zweimal mit der U-Bahn verfahre, treffe ich endlich auf sie in der Nähe vom Times Square. Von dort aus gehts zu Fuß weiter zu einer Bar namens Rudy's. Im Feierabendverkehr verlieren wir uns, und das nicht nur einmal. Zum Glück haben wir ja die Handys. Auf den Straßen herrscht ein Lautstärkepegel wie in einem Fussballstadion, man muss aufpassen nicht angefahren zu werden und die vielen Leuchtreklamen bombardieren einen regelrecht. Da wir den Weg nicht genau kennen fragen wir einen Passanten, der uns erklärt: Oh Rudy's.... oh let me think about it... I guess ähm, yes... it's geradey aus änd lienks. Irgend kann jeder immer ein bisschen Deutsch und bisher waren die Reaktionen auf unsere Herkunft immer positiv.
Am Rudy's angekommen müssen wir dem großen, dicken Türsteher unsere Ausweise zeigen. Die Bar gibt es schon seit 1933 und ist bekannt dafür, dass man zu jedem Bier einen Hot Dog gratis bekommt. Vor der Tür steht eine riesiges Plastikschwein mit einem XXL Mundschutz. Drinnen sieht es aus als hätte sich seit dem nichts verändert. Obwohl es ziemlich dunkel ist, sehe ich das die Polster der Sitzecken über und über mit Gewebeklebeband gesichert sind. Lange bleiben wir nicht, weil kein Platz frei ist. Ein paar Straßen weiter gibt es ein amerikanisches Restaurant an dem wir tätsächlich alle an einem Tisch Platz finden. Das ist gar nicht so einfach um die Dinner Zeit. New Yorker sind leidenschaftliche Restaurantgänger vor allem abends.
Die Mädels und Jungs essen Pommes, Hamburger oder Salate und gesättigt lassen wir den Abend ausklingen.

1 Kommentar:

  1. Hi - I'm just sitting with my kiddies in the pc room - they're reading your reports -
    LOVE uR MOM

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