Montag, 15. Juni 2009

Wie die ersten Menschen

Der Sonntag beginnt spät - sehr spät. Da wir schon 5 Uhr morgens nach Hause gekommen sind bin ich hell wach, immer noch vollgepumpt mit Energie für eine...
lange Partynacht. Da hab ich mich entschieden noch einen Blogeintrag zu schreiben, weshalb ich erst 7 Uhr ins Bett bin. Ein Anruf von Helen treibt mich aus dem Bett, da ist es schon 14.30 Uhr. Sie erzählt mir von einer Straßenparade in der 5th Avenue und diversen anderen Dingen. Da ich es nicht mehr schaffe mich der Gruppe anzuschließen fahre ich eine Stunde später mit Daniel in die 5th Avenue. Dort feiert die puertoricansiche Gemeinde ein Straßenfest mit Parade. Wir müssen einige Straßenblogs zurücklaufen weil die Polizei weiträumig dicht gemacht hat da anscheindend schon zu viele Menschen dort sind. Endlich scheint mal wieder die Sonne und die Stimmung ist ausgelassen. Quer durch die Stadt sieht man Menschen mit Fahnen, Shirts und Kopftüchern mit der Landesflagge zur Parade pilgern. Präsentiert wird einiges. Tanzgruppen, aufgetunte Autos, Schönheitsköniginnen, Rapper,...
Ein Fitnessstudio wirbt mit den Oberkörpern der Mitglieder. Manche von ihnen sind in einem Jahreskalender, den sie immer wieder stolz in die Menge halten. Die 3 Mädchen neben mir drehen durch und die eine meint zur anderen: Man, guck dir an was ich bis jetzt verpasst habe.




Die Polizei säumt die Wegränder und behällt das Geschehen im Augo.
Hinter dem Ende der Parade.
Danach finden wir die anderen und gehen gemeinsam in den angrenzenden Central Park. Wir kommen an einem See vorbei und Petrus, Daniel, Stephanie und ich beschließen uns ein Ruderboot auszuleihen. Die Stunde kostet jeden von uns nicht einmal 5 Euro.


Es ist viel los auf dem See, man muss immer eine Auge darauf haben wo man hinrudert. Die Aussicht auf die Hochhäuser hinter den Baumreihen ist atemberaubend. Es scheint als sei der Central Park eine Insel mitten in Manhattan, wir genießen die Sonne (und ignorieren das giftgrüne Gewässer ;o))
Zurück vom Rudern setzen wir uns noch auf eine Wiese und beobachten New Yorker beim Frisbee, Baseball, Volleyball,... spielen. Anders als in den Filmen sind die meisten Grünflächen umzäunt und man kann auch nicht auf allen sitzen. Nachdem die Sonne fast untergangen ist, fahren wir mit dem Buss in Richtung Heimat.

In der Nähe vom I-House gehen wir noch Indisch Essen. Beim Bezahlen stellen wir uns mal wieder an wie die ersten Menschen. In NYC ist es üblich ein Trinkgeld zwischen 15% und 20% zu geben. Nicht etwa aus reiner Höflichkeit sondern weil man als Kellner ein Durchschnittsstundenlohn von 1,50$ erhällt. Das entspricht etwa 1,07€. Den Rest, den er zum Leben braucht muss er sich durch guten Service dazu verdienen.
So geht ein zweiter Sonntag zu Ende und so langsam fühlt man sich heimisch in dieser verrückten Stadt.

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