Sonntag, 14. Juni 2009

Da ist sie ja

Es ist Freitag morgen und anstatt vom Wecker aus einem dornröschenartigen Schlaf gerissen zu werden, erwache ich wie aus dem nichts nach drei einhalb Stunden - eine halbe Stunde...
vor dem Wecker. Völlig unklar, mit nem Jetlag hat das definitiv nichts mehr zu tun.
Heute haben wir unser zweites Seminar und zwar über Medien. Dafür fahren wir weit runter nach Dowtown in der Eskimo U-Bahn. Es nieselt schon wieder und der Himmel ist trüb. Viele von uns können kaum die Augen offen halten. Einige waren schon in der früh aufgestanden um gegen fünf Uhr ins Rockefeller Center zu fahren. Dort haben die Black Eyed Peas ein Gratiskonzert gegeben. Sowas wird da wohl öfter gemacht, wochentags halt und zu einer völlig unchristlichen Zeit. Auch im Central Park gibt es im Sommer viele Gratiskonzerte von Super Stars, man muss nur früh genug da sein. Kelly Clarkson und Jamie Foxx werden zum Beispiel kommen.
In dem gigantischen Bürogebäude müssen wir uns wieder erst anmelden, nur mit Namenskärtchen kommt man rein - 11. September und so. Der Mann, der vor uns sprechen wird ist Österreicher und arbeitet für eine Firma, deren Funktion ich bis zum Ende nicht verstehen werde, aber egal. Sichtlich bemüht folgen wir Georg Szalais ca. zweistündiger Ausführung über TV und Zeitungen in den USA. Ab und an rutscht ihm ein deutsches Wort raus, was seinem hohen Entertainmentfaktor noch das Sahnehäubchen aufsetzt. Obwohl sich kaum einer, wie gewünscht auf das Seminar vorbereitet hat, stellen wir relativ viele Fragen. Wie machen die das mit dem Fernsehprogramm in den 6 verschiedenen Zeitzonen und warum gucken Amerikaner ununterbrochen den Wetterbericht?

Von der Klimaanlage unterkühlt machen wir uns auf den Weg zur Staten Island Ferry die uns zur Freiheitsstatue und nach Ellis Island bringen soll. Es hat aufgehört zu regnen - prima. Wenigstens das. Kaum sind wir am Dock angekommen brezelt die Sonne auf uns hinab wie schon letzten Sonntag. Alle dick eingepackt wegen des Regens versuchen wir nun alles unnötige loszuwerden.
Hier mit Stefan beim Warten am Dock, auch da muss man eine Sicherheitskontrolle mit Scan passieren.
Petrus
Johanna auf der Fähre, die Skyline von Manhattan im Rücken mit dem Blick gen der grünen Lady - da ist sie ja endlich!
Ich auch mal.
Annika und Dilek von CDS International.
Pawel und Daniel.
Boris und Hans.
Auf der Insel der Freiheitsstatue treibt es uns als erstes zum Essen. Einige haben es früh nicht geschafft zu frühstücken, das macht sich nun bemerkbar. Ich esse meinen ersten Hot Dog mit Sauerkraut und das bei der Hitze... preislich hielt sich das in Grenzen: 2,10€ hab ich ca. bezahlt.
Dann ist es endlich soweit, der Fotomarathon um die Freiheitsstatue kann beginnen. Helen ist Model für gleich mehrere von uns.

Die Hitze wird unerträglich, selbst im Stehen laufen mir die Schweißperlen übers Gesicht. Die ersten Anzeichen eines Sonnenbrandes machen sich bemerkbar. Es bleibt kaum Zeit zu atmen, denn bald machen wir uns weiter auf den Weg nach Ellis Island, dem Ort an dem bis 1924 mehrere Millionen Einwanderer den ersten Schritt auf amerikanischem Boden taten. Man hat das Areal vor ca. 20 Jahren restauiert und zu einem Museum umgebaut. Zwei Stunden laufen wir durchs Hauptgebäude - viel zu kurz um all die interessanten kleinen Geschichten der Zeitzeugen zu lesen.

Fundstücke aus dem Wechselbüro der Insel
Italienisches Werbeplakat für die Reise nach New York
Originale Unterlage einer deutschen Einwanderin
New York um die Stoßzeit der deutschen Einwanderer
Blick von Ellis Island auf die Skyline von Manhattan.
Fundstücke
Überfahrt nach Manhattan
Völlig kaputt kommen wir gegen 7 in Manhattan an und fahren noch ca. anderthalb Stunden mit der U-Bahn nach Hause. Nach einem kleinen Feierabendbier auf der Dachterasse des I-House falle ich besinnunglos ins Bett. Was für ein Tag.

2 Kommentare:

  1. Hab ich schon in einem der letzten Posts erwähnt: Die U-Bahnen sind alle klimatisiert, aber anders als wir das kennen. Hier bläst einem ein eiskalter Strahl von oben ins Genick und es ist eisig im Gegensatz zu den saunaartigen Verhältnissen auf dem Bahnsteig. Weil man sich besser was zum extra Überziehen mitnimmt, nenne ich sie halt Eskimo Bahn.

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