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NYC - you rock my world!
An was ich mich gewöhnt habe:
- "Hello, how are you, nice to meet you" "sorry" "thank you - you're welcome" - Immer und überall! Vorallem die thank you's und sorry's werden schwierig sich wieder abzugewöhnen.
- Hi, I'm Mäxi - Ich habs aufgegeben ihnen das Maxi beizubringen, Mäxi ist einfacher.
- Fast Food - Jeden Tag bekomme ich von Disney (produziert den Film) mein Essen bezahlt und das kommt nun mal aus einer Assiette. Ohne Kühlschrank und Herd lässts sich schlecht gesund ernähren und das kostengünstigste für die Wochenenden ist nun mal Pizza, Burger, Burito und Co. Wenigstens lässt sich Disney nicht lumpen und wir dürfen indisch, mexikanisch oder Sushi bestellen.
- Sonne, Regen, Sonne, Regen, ... - Die Wetter Eskarpaden sind zwar nicht normal für New York, aber mich wundert schon lange nicht mehr bei strahlendem Sonnenschein in die U-Bahn zu steigen und bei Blitz, Donner und Wasserfallregen wieder auszusteigen.
- a pro pos - In New York gibt es drei Klimazonen: eine auf der Straße (~25°C), eine in der U-Bahnstation (+10°C) und eine weitere im Waggon (-10°C).
- Müllberge - Am späten Nachmittag treffen sich schwarze Säcke und gefaltete Pappkartons zum Stelldichein an allen Bürgersteigen.
- The Grid - Das Gittersystem nach dem NYC's Straßen angeordnet sind machen es unheimlich leicht sich zu orientieren. Daumen hoch dafür! Hab mich selten so wenig verlaufen wie hier.
- Ziffern - zwar fällt mir die eins ohne kleinen Wimpel (also nur ein Strich) immer noch schwer zu schreiben, aber wenigstens werden hier die Zahlen endlich richtig rum gelesen. Nämlich von links nach rechts so wie auch die Wörter. Ihr könnt lachen, aber das bereitet mir im Deutschen öfter Probleme.
- I-Pod Mania - Jeder besitzt einen, egal ob 7 jährige Kinder oder betagte Rentner. Das gleiche mit I-Phones. Und wer kein I-Phone hat, besitzt mindestens ein Black Berry (Handy mit kompletten Buchstabentastenfeld) - darauf musste ich neulich mal Nummer und Name einspeichern - hab ich mich was blöd angestellt!
- it takes me forever - Um von A nach B zu kommen, muss man mindestens schon mal 45 Minuten einplanen, aber mittlerweile kommt es einem gar nicht mehr so lang vor.
- Wo kommst du her? - Eine beliebte Frage. New York ist nun mal kein Ort fürs Fürimmer, ständig kommen und gehen Menschen, von überall her nach überall hin.
- Oh, I love your...! - Ich habe aufgehört zu zählen wieviele Jungs mir schon im Vorbeigehen gesagt haben, dass sie meine Haare mögen, aber von Flirtambitionen keine Spur. Einfach so, ohne Erwartungen macht man sich hier Komplimente auch Mädchen zu Mädchen, Konkurenzdenken gibts nur im Job, aber nicht auf der Straße.
- RSVP - frz.: Répondez s'il ous plaît. - dt.: Bitte um Rückmeldung ob Sie teilnehmen - sieht man hier auf fast jedem Partflyer und tatsächlich, man schreibt einfach an eine mail Adresse wie man heißt und das man kommt, das wars. Manchmal stehen auch Handynummern an die man SMS schicken kann oder halt anrufen. Oft gibts dafür auch günstigeren Eintritt.
- Promoter - Ein lohnenswerter Job in NYC und sicherlich auch der mit dem größten Spaßfaktor. Man muss nichts weiter tun als Menschen vor den Clubs anzusprechen oder bestehende Kontakte auf dem laufenden zu halten, was heute geht. Pro Kopf, den man in den Club schleust, bekommt man Geld. Wie das dann mit den Freigetränken läuft hab ich allerdings noch nicht verstanden.
- Sänger - Überall wird gesummt, geträllert, gerappt oder gesungen - einfach so aus der Laune heraus.
- Wann die Bahn kommt? - Das weiß hier keiner, es gibt nämlich keinen Fahrplan. Busse und Bahnen fahren halt einfach, je nach Aufkommen.
- Bettler - Vorallem in den Fußgängerzonen und in der Metro. Manchmal wandern auf dem Nachhauseweg 3 Leute durch die Waggons und bitten mehr oder weniger laut um Almosen.
- No Comprendo - Spanisch ist die zweitmeistgesprochene Sprache hier.
- So viel Dreck auch auf den Straßen liegt, die vielen kleinen und großen Parks sind liebevoll umhegt und gepflegt.
- Gähn - Die Menge an Schlaf, die man bekommt, richtet sich nicht nach dem wieviel der Körper braucht, sondern wieviel Zeit zwischen "Mist, heute schon wieder nicht geschafft, jetzt isses sowieso zu spät" und "Schnell aufstehen, musst gleich los" verbleibt.
- Wadenkrämpfe - Ich steh sogar schon mit schmerzenden Beinen auf, aber man gewöhnt sich an alles, solange man dabei Spaß hat ;o).
- Facebook - Sogar meine fast 50 jährige Chefin hatt einen Account, manchmal fühlt man sich richtig als Outsider ;o)
Worauf ich bis heute nicht klarkomme:
- die fehlende soziale Absicherung - Mich macht der Gedanke verrückt zu einem Arzt zu gehen, der mir dann plötzlich sagen würde, dass meine Krankheit nur für mehrere hundert Dollar geheilt werden kann. (Natürlich gibt es private Versicherungen, wie wir hier eine haben, aber die muss auch bezahlt werden)
- schlimm - dadurch sieht man erschreckende Dinge, bei den Leuten die sich das nicht leisten können.
- Wie jetzt, schon Schluss? - Mann, wir sind in New York City, hier sollten die verrücktesten Partys steigen! Tja, weit gefehlt, um 5 Uhr ist hier Schicht im Schacht. In Brooklyn gehts manchmal länger.
- Wucher - Duschgel, Haarfarbe, Haargel und -spray, Bodylotion - irre teuer, überall!
- Touristen!
- Taxes and Tips - ich hab bis heute nicht geschnallt warum man auf manche Ladenpreise nochmal Steuer bezahlen muss und wie man schnell ausrechnet wieviel Trinkgeld angemessen ist.
- Münzen - Die drucken keine Zahlenwerte auf die Münzen - im Ernst! Da steht nur quarter, dime und cent. Die größten sind 25 cent, den Rest kipp ich immer nur auf den Tisch und die dürfen sich dann aussuchen.
- Inches, gallons, Fahrenheit,... - Die unterschiedlichen Maßeinheiten können einen ganz schön hilflos dastehen lassen.
- Wie nett - Oft spürt man, dass New Yorker zusammenhalten, eben weil sie New Yorker sind. In U-Bahnen wird Frauen, egal wie alt, und Kindern ein Platz angeboten, es wird dem anderen Platz gemacht und sich fürs im Wegstehen entschuldigt,... immer wieder überraschend
- Nach Hause fahren - Davor graut mir von Tag zu Tag mehr, denn dort erwartet mich nichts Gutes: Arbeitslosigkeit, ein Rechtsstreit mit dem Hartz 4 Amt, Leben vom Minimum und Stuttgart, der Ort an dem ich mich so unwohl und einsam wie noch nirgends gefühlt habe.
- Die Gewissheit wie priveligiert ich bin an diesem Programm teilnehmen und alles das ohne jegliche Gegenleistung erleben zu dürfen - UNFASSBAR!!!
- Komplimente aus Deutschland - Hiermit erstmal ein großes fettes Danke an Verwandte, Bekannte, Freunde, die anderen Pall Mall Teilnehmer, deren Eltern, Verwandte, Bekannte und Freunde für eure Komplimente. Viele haben mich in den letzten Wochen erreicht und sehr gefreut. Mit so viel positiver Resonanz hätte ich nicht gerechnet, war doch das ganze Unterfangen anfangs als persönliches Tagebuch zum Mitlesen gedacht. Danke Danke Danke
Hallo Maxi,
AntwortenLöschenDu schreibst tolle,informative Blogs.Täglich lesen wir Deine faszinierenden Berichte von eurem Jobtraining in NYC.Schade,daß Deine Zeit in NYC zu Ende geht.
Grüsse an meinen Neffen Boris,der auch an diesem Jobtraining teil nimmt.
B.Becker
Grüße wurden ausgerichtet und danke für den Kommentar, ihr Beckers.
AntwortenLöschenDie Mäxi