Sonntag in Brooklyn die blaue Bluse abgekauft habe um im Gegenzug mit auf eine Party genommen zu werden. Aber dazu später.
Gleich am Morgen machen sich Hans und ich auf den Weg zu dem Kostümverleih, den mir Rosi ein paar Tage vorher gezeigt hatte. Dort wird alles verkauft weil sich der Laden nicht mehr halten kann. Wir haben nur wenig Zeit, aber dafür umso mehr zu lachen. Da Vieles aus Theaterstücken kommt, hängen dort die fantasievollsten Sachen. Wir suchen ein hübsches Kleid für Hans, werden jedoch nicht fündig. Zu knapp ist die Zeit in diesem riesigen Lager bemessen. Muss er halt eines von meinen anziehen.
Jamie und ich in einem Reißverschlussfachgeschäft
Streetart
Ein Friseur am Fuß eines U-Bahn Ausgangs. Im Laden ist zu wenig Platz, deswegen hat man Bürostühle draußen hingestellt zum Warten.
Zu Hause startet dann der Stylingmarathon. Fast 2 Stunden brauchen wir für Schminken, plaudern, lachen, Fotos machen und vor der U-Bahn merken, dass man den Personalausweis vergessen hat. Das ist den Amis nämlich sehr wichtig. Ohne ID gehts nirgend wo rein, und wenn man noch so alt aussieht.
Ich mit Perücke - irre! Ich kauf mir auch noch eine, aber ohne Locken, ge?
Über eine Stunde brauchen wir für den Weg zum Club in der Lower East Side und innerhalb dieser bekommen wir viele Komplimente für unsere Outfits. Die Leute sind ziemlich offen und locker wenn es darum geht Fremde auf ihre Klamotten anzusprechen. Schon öfter wurde ich auf Ohrringe, Tops, Shirts oder Schuhe angesprochen, einfach so. Sie sagen dann sowas wie: "Oh, sie haben tolle Schuhe an, genauso solche wollte ich auch haben. Wo haben sie dir her?"
Irgend wie ist die ganze Situation surreal. Ich meine, da treff ich nen Typen auf der Straße und keine 5 Minuten später steh ich auf der Gästeliste für eine glamouröse Party mit Amanda Lepore, dem bekannstesten It-Girl der New Yorker Partyszene. Hat man mit hundertprozentiger Sicherheit schon mal im Fernsehen gesehen, als abschreckendes Beispiel für plastische Chirurgie.
Vor dem Club steht ein 2 Meter großer Transvestit in einem edlen schwarzen Kleid und streicht uns auf der Gästeliste durch. Tatsächlich, dass war kein Witz. Schon im Flur riecht man das Make - up und als wir die Tanzfläche betreten, kommen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus. Die nächsten 3 Stunden sind ein einziger Flash - völlig unbeschreiblich.
Hans mit der Ikone Amanda Lepore.
Da ich weiß, das Kinder und Rentner diesen Blog lesen, verzichte ich auf weitere Fotos und detailierte Schilderungen ;o). Mehrere Male an diesem Abend stehen Hans und ich neben einander und können nicht fassen was um uns rum passiert.
Einer der Hosts für diesen Abend hat uns am Sonntag zur nächsten Party eingeladen.... ;o)
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