Auf Arbeit hat sich einiges getan, denn am Mittwoch habe ich mir ein Herz gefasst und bin nochmal zu Donna um zu fragen, ob ich bei...
den Fittings helfen kann - yeah, sure! Sie erklärt mir anhand einer Schauspielerin, wie so ein Fitting abläuft. Aus den mittelalterlichen Kostümen die Michael, der Kostümdesigner, im Vorfeld in London und L.A. ausgesucht hat, wird je nach Charakter ein passendes ausgewählt und anprobiert. Dann kommen Hüte, Gürtel, Schuhe und sonstiges hinzu. Davon wird dann ein Bild gemacht mit dem Namen des Schauspielers. Die Outfits werden in Kleidersäcke gesteckt oder bei Bedarf von der Nähabteilung geändert oder ausgebessert. Ich helfe den Rest des Tages mit. Es ist wahnsinnig interessant Michael bei der Arbeit zuzusehen. Er spricht kaum, ist das Ebenbild meines ehemaligen Designlehrers und hat die Mimik von Wolfgang Joop. Wenn ihm etwas nicht gefällt, dann zieht er die Oberlippe nach oben und seine Stirn legt sich in Falten. Wenn er etwas mag lächelt er leicht, lachen tut er nie. Das er auf mich zugekommen ist um sich bei mir vorzustellen sei schon etwas besonderes, erklärt mir eine andere Kollegin. Er sei eher scheu und introvertiert, außerdem perfektionistisch und phlegmatisch. Der Rest des Teams bildet da den genauen Gegenpol. Am Donnerstag darf ich in der Nähabteilung mithelfen, die unter Scotts Leitung steht. Der Mann ist ein Kollos, super witzig und kann so ziemlich alles. Er nimmt den Schnitt von bestehenden Gamaschen ab, als ich zum Team stoße. Während der Unterhaltung fragt er mich ob ich dann zuschneiden möchte. Mann müsse die kopieren für eine Szene mit einem englischen Offizier. Ich stelle mich so gut an, dass ich zum Schluss zugeschnitten, genäht und die Ösen eingefügt habe. Auf die Frage nach einem gemeinsamen Foto, fragt er ob es nach ernsthafter Arbeit oder Spaß aussehen soll. Beides, meine ich ;o)
Nach Feierabend besuche ich eine Kostümbildnerin um die Ecke. Pat, eine der Helferinnen fürs Abdämpfen, hat mich eingeladen mal vorbeizukommen. Das Studio ist in einem alten Industriegebäude und ziemlich groß. Auch dort viele Kleiderständer, Nähmaschienen und Anproberäume. Die Chefin, Lonnie, zeigt mir einiges und bei einem Fitting darf ich sogar zusehen. So läuft das nun mal in den Staaten, die Karriere wird über Kontakte aufgebaut und deswegen ist das sich gegenseitig Vorstellen und Einladen ein wichtiger und selbstverständlicher Bestandteil des Buisness. Kurz darauf ist Feierabend und ich darf mit im Auto zur nächsten U-Bahn Station fahren - Michael Jackson auf jedem Radiosender.
Jeder, der das alles liest, beneidet Euch wie S** - die Fotos sind toll - Du siehst brav aus :=)) - MAXI: bitte bringe mir ein kleines Kitschandenken von Michael mit, so fürn Dollar?, so'n kleines Bild mit Geburts- und Sterbedatum drauf. Gibt's bestimmt an irgend so nem kleinen Stand?
AntwortenLöschenDrück Dich
Deine Mama
Hi Mom,
AntwortenLöschenwell I just saw some beautiful posters with Michael on it today, but they were just to big to send it to you via mail, or to put into my luggage without crumpling it. I will watch out for smaler ones, maybe I'll find one in Chinatown. They already had printed t-shirts 2 days after his death, saying R.I.P.
xox
Mäxi