Donnerstag, 4. Juni 2009

So einfach ist das also?

Stress am Morgen des Abflugtages heute hatte ich nicht. Ich wurde von einem Albtraum gegen 6.30 aus meinen Träumen gerissen. Es ging um...
Auftragskiller, nunja... konnt ich mir wenigstens noch die Nägel lackieren ;o). Nach dem Frühstück haben wir alle unser Zeug gepackt um pünktlich zum Flughafen zu kommen.
Mit mir reisen 21 andere Kandidaten, 20 Deutsche und 2 Österreicherinnen. Am Vorabend des Abflugs haben wir uns alle im Airport Hotel getroffen um letzte Dinge zu klären und gemeinsam zu Abend zu essen. Ein sehr entspannter Haufen ist das. Wer hier selbstdarstellerische Exzentriker vermutet ist fehl am Platze.
Gegen jegliche Erwartung ist es sehr ruhig am Flughafen, der Check In verläuft reibunglos und schon nach kürzester Zeit sitzen wir alle am Gate. Dadurch zieht sich das Warten ewig, aber endlich können wir kurz nach 11 die Maschine besteigen - eine Air France - na prima! Ich sitze im Mittelgang und bei ca. 8 Stunden Flugzeit ist das kein Vergnügen!Wir bekommen 2 Mahlzeiten, die gar nicht mal so übel sind. Die Stewardessen sind auffällig alt. Die älteste schätze ich so auf 60. Vielleicht hängt das auch mit dieser Vorschrift zusammen, dass auf Langstreckenflügen alle Piloten ein gewisses Mindestalter erreicht haben müssen um für Beruhigung bei den Passagieren zu sorgen. Wer weiß... freundlich sind sie jedenfalls nicht sehr.
Wir fliegen in 10 km Höhe bei -50°C mit einer Geschwindigkeit von ca. 900 km/h. Ich weiß sowas weil ich unentwegt mit meinen Augen am Infomonitor klebe, während die anderen Passagiere schon vor dem Abheben die Augen zu haben... tja, da sitzt ich nun als smalltown girl ;o)
Nach einigen Stunden ist es dann soweit, wir landen. Auch hier bei der Immigration geht alles ungewöhnlich schnell. Keine Kofferchecks, keine aufdringlichen Fragen,... pünktlich gegen 15.00 Ortszeit stehen wir am Ausgang um von 3 Großraumtaxen abgeholt zu werden. So einfach ist das also!
Auf unsere Fahrt quer durch Manhatten herrscht Stille im Auto, nicht nur weil er Taxifahrer fährt wie ein Henker, sondern weil wir aus dem Staunen nicht herauskommen. Die Wohngegenden wie aus den Filmen und die Skyline noch viel gigantischer als erahnt. Dass es regnet stört gerade keinen. Nach 45 minütiger Fahrt sind wir endlich da und auch im International House, einem Studentenwohnheim geht alles ziemlich fix. Nur kurz ein Foto, die Daten abgleichen, die Schlüsselkarte fürs Zimmer geschnappt und auf gehts als Allererste aufs Zimmer. Man hatte uns schon vorbereitet auf die Zimmergröße, jedoch ist es gar nicht so schlimm wie ich dachte.Nett ists hier und die Aussicht entschädigt für den Mangel am gewöhnten Luxus. Ich schaue auf die kleine Parkanlage vor dem Haus, was übrigens monströs groß ist (habe mich schon einmal verlaufen), Ich sehe die Kuppel vom General Grant National Memorial und direkt dahinter liegt der Hudson River.
Das Treffen zum gemeinsamen Abendessen mit den Leuten von CDS Internatioanl ist 18.30 angesetzt (in Deutschland ist es immerhin schon halb eins nachts, aber davon merke ich nicht viel). Wir laufen zu einem nicht weit entfernten Steakhouse was sehr beliebt ist unter den New Yorkern. Im Eingangsbereich stehen Stühle für Gäste die ohne Vorbestellung einen Tisch haben wollen und das sitzen nicht gerade wenig. Schön rustikal eingerichtet, so gehts auch bei den Speisen zu. Man serviert uns auf zahlreichen Tellern, spannferkelähnliches Fleisch und würzig marinierte Hänchenteile, dazu gibts gebackene Bohnen, Maisgemüse und Käsenudeln. Ich fühle mich schon das erste Kilo schwerer ,o). Wasser gibts umsont, denn das Leitungswasser schmeckt stark nach Chlor. Sogar in den Clubs kann man kostenlos Wasser bestellen - Hallo Paradies ;o).
Kugelrund laufen wir zurück,
machen einen Abstecher in den Tante Emma Laden um die Ecke und lassen diesen Tag erstmal jeder für sich auf sich wirken. Morgen gehts dann weiter mit Einführungsveranstaltungen, hoffentlich ist das Wetter dann besser und ich bekomme endlich eine Handy Nummer.
So nun muss aber auch ich ins Bett, bis die Tage.

4 Kommentare:

  1. Guten Morgen - wie wunderbar, dass alles so gut geklappt hat.
    Na dann mal rein ins Vergnügen! :=)))
    Ich drück Dich ganz dolle.
    Bussi
    Deine Mama

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  2. Hallo mei Kind
    toller Schreibstil, macht Spaß , das zu Lesen. Ich beneide Dich bzw. Euch. Ihr habt Möglichkeiten, irre. Von Deinem Bruder gibt es nix neues, ich warte auf ein Bild von ihm. Hab ich es, sende ich es Dir zu, ok? Viele liebe Grüße von Petra, wir knuddeln Dich in Gedanken, bis Du wieder heim bist
    Dein Vater und Petra

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  3. am Montag gehts los... 9.30 um genau zu sein.

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